Für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.

Wir engagieren uns für eine Gesellschaft, in der Antisemitismus und andere Ungleichwertigkeitsideologien keinen Platz haben, und fördern die Haltung, allen Menschen mit Achtsamkeit und Respekt zu begegnen.

Mit diesem Anspruch haben wir im Rahmen des ZADA Pilotprojekts den immersiven Ausstellungsparcours CHALLENGE YOUR PERCEPTION entwickelt.

präsentiert

Der 600 qm große Ausstellungsparcours beleuchtet Vorurteile, Fake News und Antisemitismus.

Gesellschaft im Fokus

CHALLENGE YOUR PERCEPTION
Ein Ausstellungsparcours zu Vorurteilen, Populismus und Antisemitismus.

Im Rahmen des ZADA Pilotprojekts wurde der 600 qm große Ausstellungsparcours CHALLENGE YOUR PERCEPTION als Wanderausstellung konzipiert. Er vermittelt seine Themen über audiovisuelle Installationen und besteht aus drei inhaltlichen Bereichen. Diese muten verschieden an, und sind doch eng miteinander verbunden. 

Der erste Themenkomplex beinhaltet Vorurteile, Stereotype und soziale Identitäten. Diese sozialpsychologischen Phänomene bieten eine Leitschnur für die Navigation im Alltag. Doch so nützlich diese in jedem Menschen verankerten Kategorisierungsmechanismen sind, können sie unreflektiert zu Diskriminierung und Ausgrenzung von Personen und Gruppen führen.

Populismus, Fake News und Verschwörungsnarrative bilden den zweiten Bereich des Parcours. Diese omnipräsenten Desinformationsmechanismen verzerren die Betrachtung der Realität. Ihre manipulative Kraft entfaltet sich in allen Lebensbereichen, vor allem durch die Medien. Durch die Möglichkeit aktiver Teilhabe an der Produktion von Inhalten kommt Social Media bei der Verbreitung dieser Narrative eine besondere Bedeutung zu.

Der dritte Bereich des Ausstellungsparcours bietet die Möglichkeit zu erfahren, wo und wie die zuvor behandelten Themen in der Realität zu finden sind. Der Antisemitismus ist die Feindschaft gegenüber Jüdinnen und Juden. Und er ist das Produkt von Vorurteilen und Stereotypen sowie von Verschwörungserzählungen und Fake News.

Der Ausstellungsparcours setzt auf Selbstreflexion, um selbstständig gewonnene Erkenntnisse zu ermöglichen und umzusetzen.

Selbstreflexion als Schlüssel

Der Ausstellungsparcours inspiriert durch Erlebnis und Begegnung

Der Ausstellungsparcours des ZADA Pilotprojekts schafft mit seinen multimedialen Installationen eine spannende, immersive Umgebung. Ein „Lernen durch Erleben“ ermöglicht nicht nur einen emotionalen, sondern verfolgt auch einen besonders erkenntnisorientierten Zugang zu den Themen des Parcours.

Der pädagogische Schwerpunkt bei der Auseinandersetzung der Besuchenden mit den Themen des Ausstellungsparcours liegt insbesondere auf der Selbstreflexion als identifikationsförderndes Moment. Dabei werden persönliche sowie kognitive Bezugspunkte zu dem eigenen Lebensumfeld ermöglicht. 

Der Parcours des ZADA Pilotprojekts basiert auf den Ideen der geplanten Bildungs- und Begegnungsstätte ZADA und folgt inhaltlich den Ansätzen und Methoden der Einrichtung.

Der Parcours soll in allen Teilen Deutschlands gezeigt werden.

Der Parcours wandert durch Deutschland

Für weitere Veranstaltungen sind neue Fördermittel erforderlich.

In den Jahren 2024 und 2025 wurde das ZADA Pilotprojekt gefördert durch einen Beschluss des Deutschen Bundestages und das Bundesministerium des Innern. In diesem Zeitraum wurde der audiovisuelle Ausstellungsparcours CHALLENGE YOUR PERCEPTION entwickelt und gebaut.

Als Teil des Festivalprogramms der europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz wurde er zum ersten Mal von September bis November 2025 veranstaltet.

Fördermittelempfänger ist der gemeinnützige Verein ZADA e.V. 

Abbildung 2 Allgemeine Akzeptanz der primären Zielgruppe
(Quelle: Besucher*innen-Befragung der Evaluation 2025, eigene Darstellung)

Nachhaltige Wirkung, die evidenzbasiert ist.

Kontinuierliche Optimierung auf Basis von Evaluation.

Das ZADA Pilotprojekt beinhaltet die kontinuierliche Optimierung des Ausstellungsparcours CHALLENGE YOUR PERCEPTION auf Basis der fortwährend begleitenden Evaluation.

Die Evaluation in Chemnitz zeigte bei der Zielgruppe eine hohe Resonanz, große Zustimmung zum thematischen Angebot und zum immersiven Format sowie einen hohen Lerneffekt.

Im weiteren Verlauf des ZADA Pilotprojekts werden weitere Themenbereiche ergänzt, die das Demokratieverständnis der Besuchenden fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervorheben. Dazu zählen die Vermittlung eines auf dem deutschen Grundgesetz basierenden Wertekanons und die Auseinandersetzung mit weiteren Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Ziel ist es, nachweislich die größtmögliche Wirksamkeit bei der Veränderung von Denk- und Handlungsmustern innerhalb der Zielgruppe zu erzielen und damit den Grundstein für die Errichtung der Bildungs- und Begegnungsstätte ZADA zu legen.

Partnerschaften für Veränderung

Ein Projekt der Zusammenarbeit – Mit Unterstützung von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft.

Das ZADA Pilotprojekt wurde in 2024 und 2025 umgesetzt von dem gemeinnützigen Verein ZADA e.V. unter Beteiligung von Artikel 1 – Initiative für Menschenwürde e.V. und der Amadeu Antonio Stiftung. Es wurde in diesen Jahren gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat. Schirmherr des ZADA Pilotprojekts ist der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein.

Als Grundvoraussetzung für den Erfolg des ZADA Pilotprojekts werden die Miteinbeziehung der Bevölkerung des jeweiligen Veranstaltungsortes, der Ziel- und Betroffenengruppen sowie die Vernetzung mit unterschiedlichen Akteuren aus der Lokal- und der Bundespolitik, der Wissenschaft und der Pädagogik erachtet. Dazu kommt die enge Zusammenarbeit mit lokalen Bildungsinstitutionen.

Antisemitismus, Diskriminierung und Ausgrenzung beeinträchtigen das friedliche Zusammenleben.

Die Zielgruppe

Das ZADA Pilotprojekt spricht alle an.

Der Austellungsparcours des ZADA Pilotprojekts schafft mit seinen multimedialen Installationen eine spannende, immersive Umgebung. Ein „Lernen durch Erleben“ ermöglicht nicht nur einen besonders erkenntnisreichen Zugang zu den Themen des Parcours, sondern vor allem zu sich selbst und dem persönlichen Lebensumfeld.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist heute wichtiger, denn je. Ihm entgegen stehen Diskriminierung und Ausgrenzung von Einzelnen oder Gruppen. Phänomene, die sich durch alle Bevölkerungsschichten ziehen. Unabhängig von Alter, politischer Prägung, Religionszugehörigkeit, sozialem Status oder kulturgeschichtlichem Familienhintergrund. Daher ist niemand aus der Zielgruppe auszuschließen. Ein besonderer Fokus liegt auf jungen Menschen zwischen 14 und 35 Jahren, da diese gestaltungsfreudige und wandlungsfähige Gruppe richtungsweisend für den Verlauf gesellschaftlicher Veränderungen ist. Und die Zukunft eines gerechten und toleranten Miteinanders in einer zunehmend diversen Bevölkerung untereinander verhandeln wird.

Für Schulklassen, Sportvereine und andere Gruppen werden besondere Führungen ermöglicht und die Themen des Ausstellungsparcours in im Anschluss stattfindenden Workshops behandelt.