Leitbild des Zada e.V.

ZADA e.V. ist ein gemeinnütziger Verein bestehend aus Bürgerinnen und Bürger der Zivilgesellschaft, die sich für Demokratie, Diversität und gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie gegen Antisemitismus, Diskriminierung und Ausgrenzung engagieren. ZADA e.V. ist säkular ausgerichtet und fühlt sich dem deutschen Grundgesetz und dem Geist der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verpflichtet. Er achtet die Glaubensgrundsätze und die Weltanschauungen jeder einzelnen Person und agiert parteiunabhängig.

Der ZADA e.V. verpflichtet sich auf die international anerkannte und vom Bundestag verabschiedete Arbeitsdefinition von Antisemitismus der IHRA, der Internationalen Allianz zum Holocaustgedenken.

Das Ziel des ZADA e.V. ist die Errichtung der Bildungs- und Begegnungsstätte ZADA – Das Deutsche Zentrum für eine Gesellschaft ohne Antisemitismus, Diskriminierung und Ausgrenzung, die allen Menschen offensteht und Ihnen niedrigschwellige Zugänge zu den Themen Antisemitismus, Anti-Schwarzer Rassismus, Misogynie, Antiziganismus, Muslimfeindlichkeit, Homo- und Queerfeindlichkeit sowie weiteren Ungleichwertigkeitsideologien bietet.

Der ZADA e.V. initiiert und organisiert die verschiedenen Projektphasen im Rahmen des Entwicklungsprozesses und kooperiert dabei mit unterschiedlichen Fachakteuren aus den Bereichen der Wissenschaft, Pädagogik, Kultur, Politik und der Zivilgesellschaft.

Das ZADA soll ein Ort der Begegnung, des Diskurses, der Aufklärung und der Erkenntnis sein. Die Einrichtung motiviert die Besuchenden dabei insbesondere zur Auseinandersetzung mit sich selbst und den eigenen Bezügen zu den verschiedenen Ausprägungen von Diskriminierung und Ausgrenzung unterschiedlicher gesellschaftlicher Minderheiten. Sie sucht das Gespräch mit den Besuchenden, sie hört zu und versucht, andere Sichtweisen zu verstehen – in ihr steht das Individuum im Mittelpunkt. Nur so kann die Institution ein Ort sein, der sich als mitten in der Gesellschaft verankert versteht.

Das ZADA möchte die Besuchenden dazu ermutigen, künftig aktiv für eine demokratische, friedliche, solidarische Gemeinschaft und für gesellschaftlichen Zusammenhalt einzutreten. Und sie möchte ihr Selbstvertrauen stärken sich gegen den zunehmenden Antisemitismus und jegliche Form von Diskriminierung und Ausgrenzung im täglichen Leben entschieden zur Wehr zu setzen.

Der Vorstand

Nicolas Stampe

Vorsitzender des Vorstands

Jan Fischer

1. Stellvertretender Vorsitzender

Nikolaus H. Schües

2. stellvertretender Vorsitzender

Der Beirat

Prof. Dr.
Nicole Deitelhoff

Beiratsvorsitzende

Direktorin des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung sowie Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien Globaler Ordnungen an der Goethe-Universität Frankfurt.

Prof. Dr. Nicole Deitelhoff ist Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien Globaler Ordnungen an der Goethe-Universität Frankfurt und Direktorin des PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung. Nicole Deitelhoff forscht zu Kontestation und Krisen von Institutionen und Normen, Grundlagen politischer Herrschaft und ihrer Legitimation, Formen von Opposition und Dissidenz sowie zu Demokratie und Zusammenhalt. Sie studierte 1994-1998 Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaft in Darmstadt und Buffalo (USA) und promovierte 2004 an der TU Darmstadt. Nicole Deitelhoff wurde 2017 mit dem Schader-Preis der Schader-Stiftung ausgezeichnet, 2008 erhielt sie den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der DFG. 2023 erhielt sie eine Spitzen-Professur des hessischen Forschungsförderprogramms LOEWE.

Börries von Notz

Kulturmanager, Rechtsanwalt und Mediator mit langjähriger Erfahrung an der Schnittstelle von Kultur, Gesellschaft und gemeinnützigem Engagement.

Börries von Notz hat zahlreiche Institutionen und Projekte im Kultur- und Stiftungsbereich strategisch begleitet und verantwortet, darunter Stationen am Jüdischen Museum Berlin, bei der Stiftung Historische Museen Hamburg und der Stiftung Kunst und Natur gGmbH. Seit dem 1. Januar 2026 ist er Geschäftsführer der JEF-Not a Foundation gGmbH. Zudem ist er Mitglied des Sprecherrates der Landesgruppe Bayern der Kulturpolitischen Gesellschaft. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit engagiert er sich ehrenamtlich in Beiräten, Aufsichtsgremien und gemeinnützigen Organisationen in den Bereichen Kunst, Musik, Erinnerungskultur und Bildung.

Dr. Sina Arnold

Projektleiterin am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) an der Technischen Universität Berlin.

Dr. Sina Arnold befasst sich als Sozialwissenschaftlerin mit aktuellem Antisemitismus in Deutschland und den USA, mit (institutionellem) Rassismus und Antiziganismus sowie mit den Verflechtungen zwischen diesen Ideologien. Über ihre Forschungen spricht und schreibt sie regelmäßig u.a. in taz, Spiegel, ZDF, jungle world oder neues deutschland. 2025/2026 war Dr. Sina Arnold Gastprofessorin für „Interdisziplinäre Antisemitismus- und Rassismuskritik“ an der Universität Bielefeld.

Monty Ott

Politik- und Religionswissenschaftler sowie politischer Schriftsteller Monty Ott setzt sich in seinen Arbeiten mit Antisemitismus, Erinnerungskultur, Intersektionalität und Queerness auseinander und bringt neue Perspektiven in gesellschaftliche Debatten ein. Mit seinem viel beachteten Essay „Inzwischen ist es kalt geworden“, veröffentlicht in DIE ZEIT Anfang 2023, lieferte er eine prägnante Analyse des Antisemitismus in linken Bewegungen – und nahm damit Entwicklungen vorweg, die nach dem 7. Oktober 2023 verstärkt in den Fokus rückten. Seit über einem Jahrzehnt engagiert er sich aktiv in der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit. Derzeit arbeitet er an seiner Dissertation zur „Queeren jüdischen Theologie“.